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Johann Pachelbel - D'Erfurt a Nuremberg (2002)

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Johann Pachelbel - D'Erfurt a Nuremberg (2002)

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1	Chaconne En Fa Mineur		6:39
2	Prelude En Sol Mineur	1:06
3	Fantaisie En Sol Mineur	3:04
4	Choral Warum Betrubst Du Dich Meine Seele	3:16
5	Fantaisie En Mi Bemol Majeur		2:54
6	Choral Was Gott Tut Das Ist Wohl Getan	9:08
7	Choral Vom Himmel Hoch Da Komm Ich Her	2:07
8	Toccata En Fa Majeur	2:28
9	Choral Wie Schon Leuchtet Der Morgenstern	2:56
10	Aria Sexta Sebaldina	8:17
11	Choral Wir Glauben All An Einen Gott	3:48
12	Toccata En Fa Majeur	2:05
13	Choral O Lamm Gottes Unschuldig 	4:29
14	Toccata En Ut Mineur	2:15
15	Fugue En Ut Mineur	1:38
16	Ricercar En Ut Mineur	4:42
17	Toccata En Mi Mineur	1:42
18	Prelude En Sol Majeur	0:52
19	Choral Allein Gott in Der Hoh Sei Her	3:41
20	Chaconne En Re Majeur	7:46

Olivier Vernet – organ

 

Sein 350. Geburtstag bringt dem großen Barockmeister Johann Pachelbel endlich wieder die Aufmerksamkeit, die er verdient. Verdeckt durch die einseitige Bach-Rezeption des 19. und 20. Jahrhunderts, die in den Meistern des 17. Jahrhunderts nur Vorläufer des Leipziger Thomaskantors zu sehen vermochte, geriet der in Nürnberg geborene und verstorbene Pachelbel ins Abseits. Mit ihm, der süd- wie norddeutsche Elemente der freien und gebundenen Orgelkunst in sich vereinte, wusste die Zeit nicht allzu viel anzufangen, beschränken sich doch im Gegensatz etwa zu Buxtehude auch seine Anforderungen an die Spieltechnik häufig aufs Manualspiel und auf Orgelpunkte im Pedal. Dass große Kompostionskunst aber nicht von den Anforderungen an die Spieltechnik abhängt, das demonstriert diese CD vorzüglich. Die großen Variationsformen sind vertreten durch die Chaconne f-Moll, die Partita „Was Gott tut, das ist wohlgetan", durch die Aria „Sebaldina“ aus dem „Hexacordum Apollinis“ (Nürnberg 1699) und die Chaconne D-Dur. Die verschiedenen Toccaten- und Fantasieformen sind wiedergegeben durch mehrere Beispiele, darunter die Durezza in g-Moll, verschiedene Choralbearbeitungen ergänzen die Werkübersicht.

Die 1999 erbaute Orgel mit 27 Stimmen auf zwei Manualen und Pedal in St. Etienne in Baigorry des elsässischen Orgelbauers Rémy Mahler in Pfaffenhoffen ist für Pachelbels Werk ein durchaus geeignetes Instrument, nur wenige Einschwinggeräusche von Gedackten irritieren den Hörer. Das Booklet verschweigt leider die genaue Stimmung (tempérament légèrement inégal) und die Stimmtonhöhe.

Schade nur, dass mit Olivier Vernet ein in barocker Spielpraxis nicht tief versierter Organist am Instrument saß. So erklingt die Chaconne f-Moll in vielfach wechselnden Registrierungen bei instabilem Tempo, das Programm vereint absichtlich verschiedene Stücke nach Tonarten und „Gehalt“, so z.B. Toccata c-Moll mit Fuge c-Moll und dem Ricercare c-Moll, als wäre hier irgendein Bezug deutlich zu machen. Verschiedene Choralbearbeitungen aus den „Acht Chorälen zum Praeambulieren“ (Nürnberg 1693 und wohl schon in Erfurt vor 1690 gedruckt) sind über die CD verstreut, ohne dass ihre Zusammengehörigkeit und Zweckbestimmung im leider nur fanzösisch/englischen Booklettext auch nur erwähnt würde. Dieses gibt auch die Größe der Instrumente, die Pachelbel in Erfurt (Ludwig Compenius 1649, II/24) und Nürnberg (Traxdorf/Leyser 1444/1691, II/18) zur Verfügung standen, falsch wieder. Statt dessen verweist der Autor Gilles Cantagrel auf häusliche Vespern, in denen Pachelbels Kinder auf dem Spinett ihre Fertigkeiten vorgeführt hätten! Über solche hausgemachte Ideen vergisst er aber die liturgische Vesperpraxis mit ihren alternatim gestalteten Magnificat-Aufführungen in den evangelischen Kirchen an der Wende zum 18. Jahrhundert zu erwähnen. So beweist diese CD, dass es auch heute noch einen Weg zurückzulegen gilt, um sich musikwissenschaftlich und spieltechnisch einwandfrei und unbelastet von vorgegebenen Urteilen und Praxen dem großen Meister und Lehrer Johann Pachelbel zu nähern. ---Rainer Goede, kirchmusik.kirchkunst.de

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